Sonntag, 22. März 2026

Fördermittel für Digitalisierung im Handwerk: Welche Zuschüsse gibt es?

Bleno Team
Titelbild: Fördermittel für Digitalisierung im Handwerk: Welche Zuschüsse gibt es?

Die Digitalisierung Ihres Handwerksbetriebs muss nicht allein aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Bund und Länder bieten verschiedene Förderprogramme, mit denen Sie Investitionen in Software, Hardware und digitale Prozesse bezuschussen lassen können. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Programme für Handwerksbetriebe relevant sind, wie hoch die Förderung ausfällt und wie Sie den Antrag stellen.

Warum gibt es Förderungen für Digitalisierung?

Die Bundesregierung hat erkannt, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Digitalisierung hinterherhinken – und dass das die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands gefährdet. Förderprogramme sollen die Einstiegshürde senken und Betriebe motivieren, in digitale Lösungen zu investieren.

Für Handwerksbetriebe bedeutet das: Ein Teil der Kosten für Software, Beratung und Implementierung kann über Zuschüsse zurückerstattet werden – oft zwischen 30 % und 50 % der förderfähigen Ausgaben.

Die wichtigsten Förderprogramme im Überblick

1. „go-digital" – Bundesförderung für KMU

Das Förderprogramm go-digital des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) richtet sich direkt an kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern.

Eckdaten:

  • Förderquote: Bis zu 50 % der Beratungsleistungen
  • Maximale Förderung: 16.500 € pro Modul
  • Module: Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung, IT-Sicherheit
  • Wer kann beantragen: Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern und max. 20 Mio. € Umsatz
  • Ablauf: Über autorisierte Beratungsunternehmen – diese stellen den Antrag für Sie

Relevant für Handwerker: Das Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse" deckt genau das ab, was Handwerksbetriebe brauchen – Einführung von Software für Auftragsabwicklung, Zeiterfassung und Projektmanagement.

2. Digitalbonus / Digitalisierungsprämie der Bundesländer

Viele Bundesländer haben eigene Förderprogramme, die teilweise einfacher zu beantragen sind als Bundesprogramme:

BundeslandProgrammFörderquoteMax. Förderung
BayernDigitalbonusBis zu 50 %10.000 € (Standard), 50.000 € (Plus)
Baden-WürttembergDigitalisierungsprämie PlusBis zu 50 %10.000 €
NRWMID-DigitalisierungBis zu 50 %Variiert
NiedersachsenDigitalbonus NiedersachsenBis zu 50 %10.000 €
HessenDigi-ZuschussBis zu 50 %10.000 €

Hinweis: Programme und Konditionen können sich ändern. Prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit bei Ihrem zuständigen Fördermittelgeber.

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer (HWK) über aktuelle Länderprogramme. Die Kammern bieten oft kostenlose Erstberatung zur Digitalisierung an.

3. KfW-Kredite für Digitalisierung

Die KfW-Bankengruppe bietet zinsgünstige Kredite, die auch für Digitalisierungsvorhaben genutzt werden können:

  • ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit: Für Investitionen in Digitalisierung
  • ERP-Gründerkredit: Auch für bestehende Unternehmen unter 5 Jahren
  • Zinssätze: Deutlich unter Marktniveau

KfW-Kredite sind keine Zuschüsse – Sie müssen das Geld zurückzahlen. Aber die günstigen Konditionen machen die Investition finanziell attraktiver.

4. BAFA-Förderung für Unternehmensberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Beratungsleistungen für KMU – einschließlich Digitalisierungsberatung.

Eckdaten:

  • Förderquote: 50 % der Beratungskosten (80 % in neuen Bundesländern)
  • Maximale Förderung: 1.750 € (bzw. 2.800 €)
  • Für: Unternehmen, die seit mind. einem Jahr bestehen

Was wird gefördert?

Die meisten Programme fördern:

  • Software-Lizenzen und Abonnements: Handwerkersoftware, Zeiterfassung, Projektmanagement
  • Hardware: Tablets, Smartphones für die Baustelle (als Teil der Digitalisierung)
  • Beratung: Analyse, Konzeption und Einführungsbegleitung
  • Schulung: Mitarbeitertraining für neue Software
  • Schnittstellen: Anbindung an bestehende Systeme (z. B. DATEV)

Nicht gefördert werden in der Regel: laufende Betriebskosten, bereits begonnene Maßnahmen, Eigenleistungen.

So beantragen Sie Fördermittel: Schritt für Schritt

Schritt 1: Bedarf klären

Was möchten Sie digitalisieren? Angebots- und Rechnungswesen? Zeiterfassung? Einsatzplanung? Je klarer Ihr Vorhaben, desto einfacher der Antrag.

Schritt 2: Passendes Programm finden

Prüfen Sie zunächst die Landesprogramme – sie sind oft einfacher und schneller. Wenn kein Landesprogramm verfügbar ist, kommen Bundesprogramme wie go-digital in Frage.

Anlaufstellen:

  • Ihre Handwerkskammer (HWK)
  • IHK / Wirtschaftsförderung
  • Förderdatenbank des BMWK: foerderdatenbank.de

Schritt 3: Antrag VOR Beginn stellen

Das ist der häufigste Fehler: Viele Betriebe kaufen zuerst die Software und beantragen dann die Förderung. Das funktioniert nicht. Bei den meisten Programmen gilt: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt und bewilligt werden.

Schritt 4: Maßnahme durchführen und dokumentieren

Nach der Bewilligung setzen Sie die Digitalisierung um. Bewahren Sie alle Rechnungen, Verträge und Nachweise auf.

Schritt 5: Verwendungsnachweis einreichen

Nach Abschluss reichen Sie die Belege beim Fördermittelgeber ein und erhalten die Zuschüsse ausgezahlt.

Lohnt sich der Aufwand?

Ja – wenn Sie es richtig angehen. Ein Rechenbeispiel:

Digitalisierung eines 5-Mann-Betriebs:

PositionKosten
Handwerkersoftware (12 Monate, 5 Nutzer)2.100 €
Tablets für Baustelle (2 Stück)800 €
Einrichtung und Schulung500 €
Gesamtinvestition3.400 €
Förderung (50 %)-1.700 €
Eigenanteil1.700 €

Für 1.700 € digitalisieren Sie Ihren kompletten Betrieb – Angebote, Rechnungen, Zeiterfassung, Planung und Baudokumentation. Bei geschätzten Einsparungen von 2.000+ € im Monat ist die Investition in wenigen Wochen amortisiert.

Bleno und Fördermittel

Bleno ist als Cloud-Software förderfähig in den meisten Digitalisierungsprogrammen. Die monatlichen Abokosten können als förderfähige Ausgabe angesetzt werden, ebenso wie Kosten für Beratung und Einführung.

Unser Tipp: Starten Sie mit dem kostenlosen 7-Tage-Test, um sich von der Software zu überzeugen. Beantragen Sie parallel die Förderung. Sobald die Bewilligung vorliegt, buchen Sie das Abo – und lassen sich bis zu 50 % erstatten.

Jetzt kostenlos testen und dann gefördert digitalisierenhier starten.

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